Ein Projekt im Rahmen des Waldklimafonds

Kindercampus, Gröbenzell

Klimaschutz des Clusters Forst und Holz lokal betrachtet

Durch Speicherung von Kohlenstoff im Wald und in langlebigen Holzprodukten sowie die Vermeidung von Emissionen durch die energetische und stoffliche Verwendung von Holz leisten Forst- und Holzwirtschaft einen bedeutenden Beitrag zum Schutz des Klimas. Das Projekt „Bewertung der Klimaschutzleistungen der Forst- und Holzwirtschaft auf lokaler Ebene“ widmet sich sich der Forstplanung auf Forstbetriebsebene. Forstbetrieben soll ein Softwaretool bereitgestellt werden, mit dessen Hilfe sie die Auswirkungen verschiedener Waldbewirtschaftungs- und Holzverwendungsoptionen auf das CO2-Minderungs-, Energie- und Substitutionspotenzial von Wald und Holz bewerten können. Dadurch werden objektive Informationen bereitgestellt, die eine Beurteilung zukünftiger Handlungsalternativen unter Beachtung möglicher Synergien zwischen Klimaschutz, Anpassung der Wälder an den Klimawandel und Erhalt der biologischen Vielfalt erlauben. Das Projekt verbindet in einem ganzheitlichen Ansatz die positiven Effekte einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holzverwendung für den Schutz des Klimas.

Laufzeit des Projekts: 01.10.2014 – 30.11.2016

Wald und Forst

Der Wald spielt wegen der Aufnahme von CO2 aus der Atmosphäre und der langfristigen Einlagerung des Kohlenstoffs (Waldspeicher) eine wichtige Rolle im Klimaschutz.

Holzprodukte

Der Einschlag von Holz führt nicht zu einer unmittelbaren Freisetzung von CO2; Kohlenstoff wird weiter in Holzprodukten (Holzproduktespeicher) gespeichert.

Stoffliche Substitution

Holzprodukte benötigen zur Herstellung meist weniger Energie als ihre Materialwettbewerber. Damit ist eine geringere CO2-Emission verbunden.

Energetische Substitution

Wenn Holz energetisch verwertet wird, werden fossile Brennstoffe ersetzt. Dadurch werden CO2-Emissionen vermieden.

Weitere Informationen
Das Projekt „Bewertung der Klimaschutzleistungen der Forst- und Holzwirtschaft auf lokaler Ebene“ wird im Rahmen des Waldklimafonds gefördert. Der Waldklimafonds ist Programmbestandteil des Sondervermögens Energie- und Klimafonds und wurde auf der Grundlage eines Beschlusses des Deutschen Bundestages unter gemeinsamer Federführung des Bundeslandwirtschafts- (BMEL) und des Bundesumweltministeriums (BMUB) errichtet.

Zentrale Ergebnisse der Studie „Der Beitrag des NRW Clusters ForstHolz zum Klimaschutz“ wurden in der Zeitschrift Carbon Balance and Management vorgestellt: Modeling the CO2-effects of forest management and wood usage on a regional basis. Die Autoren Marcus Knauf, Michael Köhl, Volker Mues, Konstantin Olschofsky and Arno Frühwald ziehen in dem Artikel u.a. folgende Schlussfolgerungen: 1. Für […]

Eine Maßnahme, um die Nutzungskonkurrenz von stofflicher und energetischer Holznutzung zu vermindern, kann es sein, leichtere Holzprodukte herzustellen und damit die Ressourceneffizienz zu verbessern. Es wäre zu erwarten, dass leichtere Werkstoffe damit auch einen noch höheren Beitrag zum Klimaschutz leisten als konventionale Holzwerkstoffe. In der heutigen Betrachtungsweise ist dies aber nicht der Fall. Ökobilanzen (LCA) […]

Mit dem Artikel „A multi-tiered approach for assessing the forestry and wood products industries’ impact on the carbon balance“ schlägt Marcus Knauf ein Modell vor, wie der Beitrag der Forst- und Holzwirtschaft zum Klimaschutz bzw. zur CO2-Reduktion umfassend bewertet werden kann. Dabei werden ganzheitlich alle Speicher- und Substitutionseffekte aus Forstwirtschaft und Holznutzung einbezogen. Durch den […]

In der Januarausgabe der vom Deutschen Forstverein herausgegebenen Zeitschrift proWald geben Marcus Knauf und Arno Frühwald einen Überblick über die Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft für den Klimaschutz. Sie beziffern Effekte, die sich aus der Kohlenstoffspeicherung im Wald und in Holzprodukten und durch Substitutionseffekte ergeben. Der Beitrag verdeutlicht die Größenordnung, die der Cluster Forst und […]

Am Montag, dem 8.12.2014, ist  das Projekt mit einem Projekttreffen in Hamburg gestartet. Die Partner haben sich auf dem Gelände des Thünen Instituts/des Zentrums Holzwirtschaft der Universität Hamburg in Hamburg-Lohbrügge getroffen. Dabei wurde unter anderem die Auswahl von Testflächen/Forstbetriebe diskutiert. Neben dem Stadtforstamt Freiburg (kommunaler Waldbesitz), das schon sein Interesse während der Antragsphase bekundet hat, sollen in […]